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Das zwischen Zürichsee und Sihltal gelegene Wollishofen,
im Süden an Kilchberg und im Norden an die Enge grenzend,
umfasst eine Landfläche von 406 ha (ohne Gewässer)
und beherbergt heute ca. 16'000 Einwohner.(2004)
Die Pfahlbauer sind wohl die ältesten Siedler dieser
Gegend. So fand man im "Haumessergrund" Überreste
eines Pfahlbauerdorfes. Ganz in der Nähe machte man
Münzfunde und entdeckte einen römischen Mosaikboden,
die heute im Landesmuseum zu bewundern sind und auf die
Besiedlung während der Römerzeit hinweisen.
Im 5.Jahrhundert überschritten dann die Alemannen
den Rhein und siedelten sich in verstreuten Gehöften
an. Einer davon, namens Wolo, liess sich mit seiner Sippe
am Mittellauf des Dorf- oder Moosbaches nieder. Dieses Gebiet
wurde dann "Woloshoven" genannt, was eine Urkunde
nach neuesten Erkenntnissen 1227 erstmals erwähnt.
Alt-Wollishofen bestand lange Zeit aus Einzelhöfen
und kleineren Häusergruppen.
Zusammen mit Leimbach und der Enge bildete es eine der
18 inneren Vogteien der Stadt Zürich, über die
zwei Obervögte die Herrschaftsrechte ausübten.
Die Namen der damaligen Amtspersonen sind auf der 1702 gegossenen
Glocke vermerkt (im Hof der alten Kirche zu besichtigen).

Erst nach dem Einmarsch der französischen Truppen
brach die alte Ordnung zusammen. Das Kriegsjahr 1799 brachte
der Gemeinde viel Not und Leid, wurden doch die Kämpfe
zwischen den Franzosen und den Österreichern mit den
verbündeten Russen teilweise auf Wollishofer-Gebiet
ausgetragen.
Am 1.1.1893 wurde Wollishofen nach einer kantonalen Volksabstimmung
gegen seinen Willen in die Stadt Zürich eingemeindet
und bildete mit der Enge den Kreis 2. Die knapp 100 Jahre
vorher gewonnene Selbständigkeit ging damit wieder
verloren.
Bis Ende des 18.Jahrh. war Wollishofen fast ausschliesslich
von Bauern bewohnt. Sie beschäftigten sich mit Ackerbau,
Viehzucht und vor allem mit Weinbau.
Um 1720 wurde eine Seidenweberei eröffnet und schon
bald sorgten mehrere kleinere Betriebe für neue Arbeitsplätze.
Die grosse Entwicklung zum heutigen Wollishofen setzte 1885
mit der Einweihung des Bahnhofes und 1900 mit dem Bau der
elektrischen Strassenbahn bis zum Morgental ein. Es entstanden
die Gewerbebetriebe längs des Sees, die heute im "Freizeit-Zeitalter"
langsam aber sicher wieder neuen Zwecken zugeführt
werden.
Heute trennen nur 15 Minuten Wollishofen vom Zentrum der
Stadt Zürich. Für die einen ist Wollishofen ein
Ort, wo es sich einfach gut leben lässt, für andere
ein angenehmer Arbeitsplatz und für immer mehr ein
Quartier, in dem man sich begegnet. Alle können in
Wollishofen auf ihre Rechnung kommen: Die Grünanlagen
- von der Landiwiese bis zum Entlisbergwald - laden zu Spiel
und Erholung ein. Die zahlreichen Vereine - vom Sportverein
bis zur sozialpädagogischen Vereinigung - pflegen das
Zusammensein und fördern aktiv das Quartierleben. Gegensätzliche
Lebens- und Kulturvorstellungen verschmelzen hier zu einem
Ganzen: Rote Fabrik und Musikverein Harmonie, Altersheim
und Jugendtreff, Ortsmuseum und Quartiertreff.
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